Woher kann man Transkriptions-Schriftarten bekommen?
Bevor Sie sich auf die Suche machen, prüfen Sie doch
zunächst einmal, ob Sie überhaupt noch welche brauchen. Vielleicht haben Sie
schon einige auf Ihrem Computer installiert und wissen es nur nicht.
Schriftarten werden nämlich nicht nur "bewusst"
installiert. Es ist auch möglich, sie in ein Dokument einzubetten d. h.,
die Schriftartdateien werden im Dokument selber mit verpackt. Wenn Sie ein
solches Dokument mit eingebetteten Schriftarten öffnen, werden die davon,
die auf Ihrem Computer noch nicht vorhanden sind, unter Umständen automatisch
in Ihrem Schriftartenspeicher installiert.
Ob das passiert oder nicht, hängt davon ab, ob der Designer/Hersteller
der Schriftart diese Möglichkeit gestattet hat (durch eine spezielle technische
Einstellung, die in jeder Schriftart vorhanden ist, und mit der der Hersteller
das Nutzungsrecht regelt). Und es hängt davon ab, welche Word-Version
Sie benutzen. Während in Word 97 und Word 2000 die automatische Installation
solcher Schriften problemlos vonstatten geht, hat Microsoft sie in Word XP
unterbunden. (Parallel dazu wurden zahlreiche frei weitergebbare Schriftarten
aus dem Verkehr gezogen und sind jetzt separat zu kaufen. Welch seltsames
Zusammentreffen.)
Arabica benutzt im Programmbetrieb eine eigene
Schriftartentabelle (die Sie übrigens ganz einfach Ihren eigenen Bedürfnissen
anpassen können).
Alle Schriftarten in dieser Tabelle sind vollständig in die Tabelle eingebettet.
Damit sind sie nach dem ersten Start von Arabica auf Ihrem Computer installiert
es sei denn, Sie benutzen Word XP. Diese Schriften sind zur Zeit:
| - |
die "Beyrut-Fonts":
OI Beyrut, Times Beyrut Roman, Courier Beyrut |
| - |
die "Islw-Fonts": IslwTimes,
IslwHelv, IslwCourier |
| - |
die Schriften "Timur"
und "Helvan" |
| - |
Transkript Orient Sans, Transkript Orient Serif |
| - |
Times Orient |
| - |
ArabTransLit |
Die Schriftarten, die Sie in dieser Tabelle finden, sind
im Übrigen nicht Bestandteil von Arabica (und es soll hier nicht der Eindruck
entstehen, als wolle sich das Programm mit fremden Federn schmücken). Allerdings
war bei einigen Schriftarten, die an Orientalistik-Seminaren schon seit Urzeiten
kursieren, die Herkunft auch nach gründlicher Recherche nicht mehr feststellbar.
Sofern aktuelle Quellen zu ermitteln waren, sind sie im folgenden aufgeführt.
Wenn Sie Word XP benutzen, können Sie diese Transkriptions-Schriftarten
an den folgenden Adressen bekommen und - gratis - auf Ihrem Rechner installieren.
Die "Beyrut-Fonts" sind zur Zeit offenbar
nirgends komplett zu bekommen, aber Sie können die einzelnen Bestandteile
an verschiendenen Orten im Web "zusammenklauben".
Times Beyrut Roman, Courier Beyrut und Arial Beyrut gibt
es im Paket auf den Seiten der Universität Freiburg:
www.orient.uni-freiburg.de/fmoll/
Der Link "Transkriptions-Fonts Beyrut" findet sich
dort unter der Überschrift "Allgemeine Informationen" (in der
linken Spalte).
Die Schriftart "OI Beyrut" ist in Freiburg nicht
mit von der Partie. Sie finden sie aber - ohne die übrigen Schriften der Beyrut-Fonts
- unter der Adresse
www.samuli-schielke.de/oib.htm
Ebenfalls sehr gut sind die "Islw"-Fonts,
bei denen das Kürzel schon andeutet, dass sie für den islamwissenschaftlichen
Gebrauch konzipiert worden sind. Die drei Schriftarten IslwTimes, IslwHelv und IslwCourier gab es bei den Islamwissenschaftlern der Uni Heidelberg, doch wurden sie aus rechtlichen Gründen dort von der Website entfernt. Zur Zeit ist leider keine funktionierende Downloadquelle bekannt.
Zwei weitere transkriptions-taugliche Schriften sind "Timur"
und "Helvan", zu finden bei den Islamwissenschaftlern der Uni
Zürich. Die Download-Adresse ist
www.ori.unizh.ch/services/transcription/transcriptionfont.html
Eine weitere Schriftart, die für die Transkription arabischer
Texte entwickelt worden ist, gibt es auf den Webseiten der Uni Köln.
Aufgrund eines Designfehlers kann man leider nicht dazu raten, diese Schriftart
zu benutzen: Word ist nicht in der Lage, Buchstabenfolgen als Worte zu erkennen.
Deshalb rutscht am Zeilenende der Teil des Wortes, der dort nicht mehr hinpasst,
einfach in die nächste Zeile weiter. Der Vollständigkeit halber
ist diese Schriftart - sie heißt "ArabTransLit" - trotzdem
in der Schriftartentabelle aufgeführt. Im Web findet sie sich unter der
Adresse
www.uni-koeln.de/themen/fremdsprachig/arabtranslit.html
.
Im Übrigen gilt, wie bei allen Angaben für das Web: Adressen
können schnell ungültig werden. Greifen Sie ggf. auf Suchmaschinen zurück.
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