Sie befinden sich in der technischen Dokumentation von Arabica. Arabica ist ein Programm, um in Microsoft Word Arabisch und Persisch zu schreiben und mit Umschrift zu arbeiten. Mehr dazu finden Sie auf der Arabica-Online-Homepage.

 

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Email auf Arabisch und Persisch

Sie können arabische oder persische Email schreiben, wenn ein paar technische Mindest-Standards auf Ihrem Computer erfüllt sind - und auf dem Computer des Empfängers. Letzteres entzieht sich zwar vermutlich Ihrem Einfluss und Ihrer Kenntnis, aber wenn der Empfänger Ihrer Korrespondenz regelmäßig arabische Emails bekommt oder verschickt, sollten diese Standards erfüllt sein.

 

Wie es geht

Schreiben Sie den Text in Word, markieren Sie ihn und rufen Sie im "Arabisch"-Menü den Befehl "Für andere Programme kopieren" auf. Dann fügen Sie in Ihrem Email-Programm den Text in die Mail ein (Schaltfläche "Einfügen" oder Tastenkombination Strg-V). Wichtig: Kopieren Sie den arabischen bzw. persischen Text aus Word nicht mit dem "normalen" Kopierbefehl, sondern mit dem Befehl aus dem Arabisch-Menü ("Für andere Programme kopieren").

 

Beim Versenden mit Outlook und Outlook Express müssen Sie für die richtigen Einstellungen sorgen. Die sind weiter unten auf dieser Seite beschrieben.

 

Falls Sie beim Einfügen des Textes in Ihr Email-Programm anstelle der arabischen Buchstaben nur Fragezeichen oder ähnliches zu sehen bekommen, dann müssen Sie das Format der Email auf HTML ändern. In den FAQ zum Thema Email ist erklärt, was das bedeutet und wie man es macht.

 

Anforderungen beim Senden

Sie müssen ein modernes Email-Programm benutzen, das HTML-Mails verschicken kann und Unicode-fähig ist. Programme, die diese Anforderungen erfüllen, sind z.B. Microsoft Outlook (ab Outlook 2000), Outlook Express (Version 6) oder Mozilla Thunderbird. Und Ihr Mailprogramm muss richtig konfiguriert sein (s.u.).

 

Versenden per Webmail

Problematisch gestaltet sich das Versenden arabischer Emails, wenn Sie Ihre Post nicht in einem Mailprogramm, sondern im Internet auf der Webseite Ihres Email-Dienstes verfassen. Ein Beispiel: Wenn Sie ein Email-Konto bei GMX oder Web.de haben, können Sie sich problemlos auf Arabisch austauschen, solange Sie Ihre Mail mit Outlook & Co verschicken. Wenn Sie sich stattdessen auf der GMX-Homepage einloggen und dann den arabischen Text eingeben, ist die Lesbarkeit der Email eine Glücksfrage. Ob Sie Glück haben, hängt auch von den technischen Voraussetzungen beim Empfänger ab; in der Regel wird die Übertragung auf diesem Weg aber nicht funktionieren.

 

Anforderungen beim Empfänger

Was den Empfänger angeht, so benutzt er idealerweise - ebenso wie Sie - ein Mailprogramm, das mit HTML und Unicode umgehen kann. Zu Problemen kann es vor allem dann kommen, wenn Ihr Gegenüber zum Lesen der Mails ein veraltetes Email-Programm benutzt. In diesem Fall hilft nichts außer einem Update bei Ihrem Mail-Partner.

 

Außerdem muss auf dem Rechner des Empfängers eine Schriftart installiert sein, die arabische bzw. persische Buchstaben darstellen kann. Auf älteren westlichen Rechnern (Windows 95/98/NT) ist das "ab Werk" nicht der Fall. Dann muss der Empfänger, falls er den arabischen Text nicht lesen kann, eine arabisch-fähige Schriftart nachinstallieren. Das ist mit wenigen Mausklicken erledigt. Arabisch-fähige Versionen der Microsoft-Schriften Times New Roman, Arial und Courier New können Sie gratis von der Arabica-Online-Website herunterladen.

 

Empfangen per Webmail

Anders als beim Senden ist es in der Regel möglich, arabische Email auch im Internet zu lesen (GMX, Web.de, Hotmail etc).

 

Beim Lesen im Internet bekommt der Empfänger eventuell vom Mail-Anbieter einen Warnhinweis eingeblendet, dass eine HTML-Email eingegangen ist und eine solche Mail auch schädliche Inhalte transportieren kann. Insbesondere GMX macht von dieser Warnung Gebrauch. Der Empfänger bekommt die Email erst dann korrekt angezeigt, nachdem er das per Mausklick genehmigt hat. Bei GMX muss der Empfänger zum Lesen einer arabischen Mail zunächst auf "Volldarstellung" klicken:

 

Um eine arabische Mail bei GMX richtig anzuzeigen, müssen Sie erst auf "Volldarstellung" klicken


Danach wird die Email, die hier noch in kryptischen Zeichen erscheint, korrekt angezeigt.

 

Senden mit Outlook und Outlook Express: Die richtigen Einstellungen

Outlook 2000

Für arabische und persische Emails müssen Sie das HTML-Format verwenden. Das ist bei Outlook 2000 standardmäßig jedoch nicht der Fall. Wenn Sie arabischen Text in eine neue Mail einfügen, bekommen Sie deshalb anstelle der Buchstaben nur Fragezeichen zu sehen. Um das dauerhaft zu beheben, klicken Sie im Outlook-Hauptfenster auf

Menü "Extras" -> "Optionen" -> Karteikarte "E-Mail-Format"

Ändern Sie dort die Einstellung "Senden im Nachrichtenformat:" von Nur-Text auf HTML.

 

Outlook 2000 und Outlook Express: Standard oder Unicode?

Sobald Sie mit Outlook 2000 eine arabische oder persische Mail verschicken, werden Sie gefragt, ob Sie die Mail als "Unicode" oder "Standard" senden wollen. Bei Outlook Express haben Sie die Wahl zwischen "Unicode" und "Unverändert". Entscheiden Sie sich im Normalfall immer für "Standard" (Outlook) bzw. "Unverändert" (Outlook Express). Nur wenn Ihr Mailpartner Ihnen berichtet, er könne Ihre Mail nicht lesen, sollten Sie es mit der "Unicode"-Einstellung probieren.

 

Wenn Sie an jemanden schreiben, der sein Konto bei Hotmail.com hat, müssen Sie zwingend das "Standard"-Format verwenden. Gleiches gilt für Adressaten bei Yahoo.com und Web.de. Ihre Mail ist sonst für den Empfänger nicht lesbar.

 

Outlook XP bzw. 2002 und Outlook 2003

Die neueren Versionen von Outlook legen automatisch fest, in welchem Übertragungsformat eine Email versendet wird. Leider funktioniert das nicht besonders gut. Adressaten, die Ihre Mail im Web-Browser und nicht in einem Email-Programm lesen, bekommen anstatt arabischer Buchstaben kryptische Zeichen zu sehen. Deshalb sollten Sie die Automatik unbedingt abstellen.

 

Dazu klicken Sie im Outlook-Hauptfenster auf

Menü "Extras" -> "Optionen" -> Karteikarte "E-Mail-Format" -> dort der Knopf "Internationale Optionen"

In dem dann erscheinenden kleinen Fenster entfernen Sie das Häkchen bei "Codierung ausgehender Nachrichten automatisch wählen". Direkt darunter stellen Sie als bevorzugte Codierung "Westeuropäisch (ISO)" ein.

 

Bei den beschriebenen Hürden handelt es sich um hausgemachte Probleme von Microsoft Outlook und Outlook Express. Andere Email-Programme setzen die internationalen Mail-Standards geschickter um. Im Umgang mit arabischer Email (und nicht nur dort) hat sich das Email-Programm Mozilla Thunderbird besonders gut bewährt. Wenn Sie viel mit arabischer oder persischer Email arbeiten, sollten Sie eventuell erwägen, auf Thunderbird umzusteigen. Das Programm ist weit verbreitet und kostenlos; die deutsche Version kann von www.thunderbird-mail.de heruntergeladen werden.

 

Alternativen

Wenn es nun absolut nicht klappen will, haben Sie noch eine weitere Möglichkeit. Schicken Sie Ihren arabischen Text als Anhang der Email in einem Word-Dokument. Das funktioniert zuverlässig, wenn das System des Empfängers nicht gar zu alt ist.

 

Probleme gibt es, wenn beim Empfänger sowohl das Betriebssystem als auch die Word-Version schon recht betagt sind (Windows 95/98/NT; Word älter als Word 2000). Wenn nur eine der beiden Komponenten einem modernen Standard entspricht, genügt das bereits, damit der Anhang der Email lesbar ist. (Bei Persisch wird das Ye in Anfangs- und Mittelstellung unter Windows 95/98/ME/NT nicht richtig angezeigt, auch wenn Word 2000 installiert ist. Ein Update, dass das behebt, gibt es hier.)

 

Sollte die Software auf dem Rechner des Empfängers jedoch zu alt sein, muss er, um Arabisch oder Persisch in Word lesen zu können, erst eine neue Version der Schriftart Times New Roman installieren (für Persisch: Times New Roman und Courier New). Diese arabisch-fähigen Schriftarten sind gratis zu bekommen und können von der Arabica-Online-Website unter der Adresse

http://www.arabica-online.com/de/dld/updates_arabfonts.php

heruntergeladen werden.


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