1. Bildschirmtastatur oder "richtige" Tastatur?
Wenn Sie nur ab und zu mal ein paar Worte auf Arabisch schreiben
- oder auf Persisch -, dann ist es das Einfachste, sich die Buchstaben auf
der am Bildschirm eingeblendeten Tastatur "zusammenzuklicken". Der
Vorteil: Man braucht sich die Tastenbelegung der "richtigen" Tastatur
nicht zu merken. Der Nachteil: Es schreibt sich langsam.
Wenn Sie auch nur einigermaßen regelmäßig
auf Arabisch oder Persisch in die Tasten greifen, ist es dringend zu empfehlen,
die "normale" Tastatur zu benutzen. Sie werden feststellen, dass
Sie in kürzester Zeit sehr viel schneller schreiben als mit der
Bildschirmtastatur, zumal es kaum spezielle Tastenkombinationen zu lernen
gibt (siehe unten). Wenn Sie Zehn-Finger-Schreiben können,
stellt sich die Frage erst gar nicht.
2. Bildschirmtastatur "wegräumen"
Sie werden immer wieder Situationen erleben, in denen Ihnen
die Bildschirmtastatur zu groß oder völlig im Weg ist, ohne dass
Sie sie gleich komplett schließen wollen. Wenn sie nur kleiner, aber
noch zu sehen sein soll, benutzen Sie die Zoom-Tasten
am rechten Rand der Tastatur (Bild).
Soll sie ganz aus dem Weg, klicken Sie auf den kleinen roten Knopf über
diesen Zoom-Tasten oder drücken Sie "Escape" (die "Esc"-Taste
auf der normalen Tastatur). Wiederherstellen? Nochmal "Esc".
Wenn Sie die Tastatur ganz schließen und später
wieder öffnen, erscheint sie so, wie sie vor dem Schließen aussah
(Standardeinstellung). In den Optionen
können Sie das ändern.
3. Die arabische Tastatur muss nicht nur angezeigt, sondern
auch aktiviert sein
Ob Sie nun mit der Bildschirmtastatur oder mit der normalen,
physischen Tastatur den arabischen Text eingeben: Die arabische Tastatur muss
- auch wenn sie per "Esc" verkleinert worden ist - aktiviert
sein.
Sobald Sie mit der Maus irgendwo
in den Text klicken, wird die Tastatur deaktiviert: Ihr oberer Rand ist nicht
mehr blau, sondern plötzlich grau, und Sie können auf Deutsch weitertippen.
Wenn Sie Arabisch oder Persisch weiterschreiben wollen, müssen Sie die
arabische Tastatur wieder aktivieren, indem Sie sie kurz anklicken.
So schreiben Sie Arabisch... ...und
so auf Deutsch.
Sie können auch per Tastenkombination
zwischen arabischem und deutschem Schreibmodus hin- und herschalten, nämlich
mit der "Pause"-Taste. Die "Pause"-Taste ist manchmal
auch mit "Untbr" (Unterbrechen) oder "Break" beschriftet
und befindet sich oben rechts auf Ihrem Keyboard, über der "Bild-Auf"-Taste.
Die Ausnahme: In Word 97 können Sie nicht per Mausklick
in den Text wechseln, solange die arabische Tastatur zu sehen ist. Das schnelle
Umschalten per "Pause"-Taste funktioniert jedoch auch hier - nur
ist die arabische Tastatur während des Schreibens auf Deutsch dann unsichtbar.
Sie können sie wieder hervorzaubern, indem Sie ein zweites Mal "Pause"
drücken. Näheres finden Sie in den Details zum Befehl "Arabisch
und Persisch schreiben".
4. Arabische, persische oder phonetische Tastenbelegung?
Sie können festlegen, wie die "richtige" Tastatur
mit arabischen Buchstaben belegt sein soll; dabei haben Sie die Wahl zwischen
drei Möglichkeiten.
Per Voreinstellung ist die phonetische Tastenbelegung aktiv
("phonetisch": Anordung nach dem Klang der arabischen Buchstaben),
denn mit ihr ist das Schreiben am einfachsten, wenn man eine deutsche Tastatur
vor sich hat und nicht lange herumraten will, wo denn nun welcher arabische
Buchstabe zu finden ist. Für Persisch gilt das ebenso. Wie man sich die
Position der Buchstaben mit nur wenigen simplen Regeln merken kann, lesen
Sie im nächsten Punkt.
Die phonetische Tastenbelegung verwirrt allerdings mehr,
als dass sie hilft, wenn Sie bereits an die Tastenbelegung einer typischen
arabischen Tastatur gewöhnt sind oder sogar eine arabische Tastatur an
Ihren Computer angeschlossen haben. Deshalb können Sie in den Optionen
darauf umschalten. Wie die Buchstaben dann verteilt sind, können Sie
im Anhang in einer Grafik
sehen und bei Bedarf ausdrucken.
Die im Iran übliche persische Tastatur sieht noch einmal
wieder anders aus. Auch die persische Tastenbelegung steht Ihnen deshalb zur
Auswahl, und zwar in zwei Varianten: so, wie es nach Microsoft-Konventionen
üblich ist, und so, wie es der ISIRI-Standard
vorsieht. Auch hier finden Sie die Einstellungsmöglichkeiten in den Optionen
- und die Grafiken im Anhang.
5. Wie man sich die Tastenbelegung ganz einfach merkt
Es macht wohl niemandem Freude, auswendig zu lernen, wo auf
der deutschen Tastatur welcher arabische Buchstabe versteckt ist. Mit der
phonetischen Tastenbelegung können Sie sich das sparen.
Regel 1 - Jeder Buchstabe ist da, wo man ihn vermuten
würde.
Das Alif ist auf dem "a", das Ba auf dem "b",
Ta ist "t" usw.
Regel 2 - Buchstaben mit "was drüber":
Buchstabe + "Shift"
Shin ist also Shift + "s", Tha entsprechend Shift
+ "t", Ghain erscheint bei Shift + "g" (oder Shift-"r")
usw. Das gilt im Übrigen nicht nur für diakritische Punkte. Das
Ya finden Sie z.B. auf dem "i"; und wenn das Ya ein Hamza über
sich trägt, ist das dann Shift + "i".
Regel 3 - Emphatische Buchstaben: Buchstabe + "Strg"
Also: Sad = Strg + "s", Dad = Strg + "d"
...
Regel 4 - Persische Buchstaben: Buchstabe + "Alt"
Also: Gaf = Alt + "g", Zhe = Alt + "z"
...
Das war's. Ein paar Buchstaben bleiben übrig: Die müssen
Sie sich dann tatsächlich merken. Die Zahl ist aber überschaubar.
Für's Arabische sind es genau sechs.
Cha ist auf dem "x". Warum? In der internationalen
Lautschrift verwendet man [ x ] für diesen Laut.
Ta Marbuta ist auf dem "ö". Weil das
ö irgendwie so aussieht.
'Ain ist auf dem "o".
Alif maqsura wird häufig gebraucht: Das "a"
ist aber schon belegt, also Shift-"a".
Alif madda auf dem "ä": Denn das ä
ist ein a mit etwas Strich-Ähnlichem darüber.
Ein freistehendes Hamza ist auf der "#"-Taste.
Im Persischen werden Sie folgende Tasten zusätzlich
brauchen:
He mit Hamze ist auf Strg-Shift-h zu finden.
Das Trennzeichen, um Buchstaben unverbunden hintereinander
zu schreiben, bekommen Sie durch Shift-Leertaste. Wenn Sie einen schmalen
Abstand zwischen den Buchstaben haben wollen, benutzen Sie Strg-Shift-Leertaste.
Wenn Ihnen noch etwas fehlt oder Sie es gerade nicht finden:
Im laufenden Betrieb schauen Sie am besten auf der Bildschirmtastatur nach.
Wenn Sie mit der Maus über den entsprechenden Buchstaben gehen, erscheint
nach einem Moment ein kleines Schildchen mit der Tastenkombination (wenn Sie
das stört, können Sie das auch abschalten).
Zu Anfang ist es vielleicht praktischer, sich die Liste
mit allen Tastenkombinationen auszudrucken. Eine Auflistung der Regeln,
die noch einige weitere Merkhilfen und Tipps umfasst - insbesondere für
die Vokalisierungszeichen,
aber auch für andere Sonderzeichen und die Steuerung
der Tastatur -, finden Sie in einer gesonderten
Zusammenstellung.
Wer wirklich schnell tippen will, für den gibt
es zusätzliche "Schnelltipper-Tastenkombinationen". Nachteil:
Sie entsprechen nicht den Regeln, man muss sie lernen. Vorteil: Man kommt
ohne "Strg"-Taste aus, Shift genügt. Damit man sich beim Zehn-Finger-Schreiben
nicht die Finger ausrenkt. Auch diese Tastenkombinationen werden auf den Hinweis-Schildchen
der Bildschirmtastatur angezeigt.
Ein letzter Tipp: Der arabische Artikel al-.. ist auf
dem "J". (Wenn Sie Arabica für Persisch verwenden, befindet
sich auf dieser Taste das Zhe).
6. Arabische und persische Einfügungen in deutschen
Texten
Arabische und deutsche Texte verhalten sich unterschiedlich,
wenn ein Wort nicht mehr in die Zeile passt. In einem arabischen oder persischen
Text wird ein Wort vom linken Ende der Zeile genommen und an den rechten Rand
der Folgezeile verlegt (arabischer
Zeilenumbruch). Im Deutschen muss es genau umgekehrt sein. Deshalb müssen
Sie, wenn Sie in einem deutschen Text arbeiten und dort arabische Worte einfügen,
den arabischen Zeilenumbruch
abschalten.
Das können Sie in den Optionen
tun. Auch die automatische rechtsbündige Textausrichtung sollten Sie
dort deaktivieren - Ihre deutschen Absätze beginnen schließlich
linksbündig.
Die Abschaltung des arabischen Zeilenumbruchs hat einen -
gewissermaßen naturgegebenen - Haken: Wenn Ihre arabische oder persische
Einfügung jetzt über den Zeilenrand schwappt, kommt sie durcheinander
und steht auf dem Kopf. Das macht aber nichts. Wenn Sie den Absatz fertig
geschrieben haben, markieren Sie den kopfstehenden arabischen Text und rufen
den Befehl "Zeilenfolge umkehren"
auf, der das Problem behebt. Wenn Sie häufiger in deutschen Texten Arabisch
oder Persisch einfügen, sollten Sie sich kurz kundig machen und den Abschnitt
"deutscher Zeilenumbruch"
lesen.
7. Email auf Arabisch und Persisch
Diesem Thema ist ein eigener Abschnitt
gewidmet, den Sie unbedingt lesen sollten, wenn Sie arabische oder persische
Email verschicken wollen.
...und war das jetzt alles?
In dieser Kurzanleitung sind viele Dinge nur angerissen.
Wenn Sie häufiger Arabisch bzw. Persisch schreiben, sollten Sie die anderen
Einträge in diesem Kapitel der Dokumentation ebenfalls einmal ansehen.
Worum es da geht, sehen Sie am schnellsten in der Übersicht.
Falls Sie nicht nur mit "richtigem" Arabisch, sondern
auch mit Umschrift arbeiten, finden Sie Informationen in den Abschnitten "Arbeiten
mit Umschrift" und "Umschrift
in Arabisch konvertieren".
Zum Abschluss der folgende Tipp - ein sehr nützlicher.
Rufen Sie im "Arabisch"-Menü doch einmal den Befehl "Optionen..."
auf. Dort sehen Sie alles versammelt, was man in Arabica an- oder abschalten
kann.
Selbst wenn Sie in den Optionen keine einzige der Voreinstellungen
verändern: Es ist gut, sich dort einmal umgesehen zu haben. Früher
oder später werden Sie irgendeine Funktion lieber anders haben wollen.
Und dann ärgern Sie sich nicht, dass das nicht geht - sondern erinnern
sich, wo man das einstellen kann.
Befehl "Arabisch
und Persisch schreiben"
Bildschirm-Tastatur:
Layout
Arabischer Zeilenumbruch
Deutscher Zeilenumbruch
Nachträgliche
Änderungen am Text
Email auf Arabisch und Persisch
Optionen
Tastaturbelegung: Regeln
Tastaturbelegung: Liste