Sie befinden sich in der technischen Dokumentation von Arabica. Arabica ist ein Programm, um in Microsoft Word Arabisch und Persisch zu schreiben und mit Umschrift zu arbeiten. Mehr dazu finden Sie auf der Arabica-Online-Homepage.

 

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Arabisch und Persisch schreiben: Kurzanleitung und Tipps

Im Prinzip brauchen Sie zum Schreiben auf Arabisch oder Persisch kaum Erläuterungen. Klicken Sie im "Arabisch"-Menü von Word auf den Befehl "Arabisch und Persisch schreiben" und legen Sie los. Ein paar Tipps können das Schreiben aber wesentlich angenehmer gestalten und auch effektiver machen. Hier sind die wichtigsten aufgelistet:

 

1. Bildschirmtastatur oder "richtige" Tastatur?

Wenn Sie nur ab und zu mal ein paar Worte auf Arabisch schreiben - oder auf Persisch -, dann ist es das Einfachste, sich die Buchstaben auf der am Bildschirm eingeblendeten Tastatur "zusammenzuklicken". Der Vorteil: Man braucht sich die Tastenbelegung der "richtigen" Tastatur nicht zu merken. Der Nachteil: Es schreibt sich langsam.

 

Wenn Sie auch nur einigermaßen regelmäßig auf Arabisch oder Persisch in die Tasten greifen, ist es dringend zu empfehlen, die "normale" Tastatur zu benutzen. Sie werden feststellen, dass Sie in kürzester Zeit sehr viel schneller schreiben als mit der Bildschirmtastatur, zumal es kaum spezielle Tastenkombinationen zu lernen gibt (siehe unten). Wenn Sie Zehn-Finger-Schreiben können, stellt sich die Frage erst gar nicht.

 

2. Bildschirmtastatur "wegräumen"

Sie werden immer wieder Situationen erleben, in denen Ihnen die Bildschirmtastatur zu groß oder völlig im Weg ist, ohne dass Sie sie gleich komplett schließen wollen. Wenn sie nur kleiner, aber noch zu sehen sein soll, benutzen Sie die Zoom-Tasten am rechten Rand der Tastatur (Bild). Soll sie ganz aus dem Weg, klicken Sie auf den kleinen roten Knopf über diesen Zoom-Tasten oder drücken Sie "Escape" (die "Esc"-Taste auf der normalen Tastatur). Wiederherstellen? Nochmal "Esc".

 

Wenn Sie die Tastatur ganz schließen und später wieder öffnen, erscheint sie so, wie sie vor dem Schließen aussah (Standardeinstellung). In den Optionen können Sie das ändern.

 

3. Die arabische Tastatur muss nicht nur angezeigt, sondern auch aktiviert sein

Ob Sie nun mit der Bildschirmtastatur oder mit der normalen, physischen Tastatur den arabischen Text eingeben: Die arabische Tastatur muss - auch wenn sie per "Esc" verkleinert worden ist - aktiviert sein.

 

Sobald Sie mit der Maus irgendwo in den Text klicken, wird die Tastatur deaktiviert: Ihr oberer Rand ist nicht mehr blau, sondern plötzlich grau, und Sie können auf Deutsch weitertippen. Wenn Sie Arabisch oder Persisch weiterschreiben wollen, müssen Sie die arabische Tastatur wieder aktivieren, indem Sie sie kurz anklicken.

 

       

So schreiben Sie Arabisch...       ...und so auf Deutsch.

 

Sie können auch per Tastenkombination zwischen arabischem und deutschem Schreibmodus hin- und herschalten, nämlich mit der "Pause"-Taste. Die "Pause"-Taste ist manchmal auch mit "Untbr" (Unterbrechen) oder "Break" beschriftet und befindet sich oben rechts auf Ihrem Keyboard, über der "Bild-Auf"-Taste.

 

Die Ausnahme: In Word 97 können Sie nicht per Mausklick in den Text wechseln, solange die arabische Tastatur zu sehen ist. Das schnelle Umschalten per "Pause"-Taste funktioniert jedoch auch hier - nur ist die arabische Tastatur während des Schreibens auf Deutsch dann unsichtbar. Sie können sie wieder hervorzaubern, indem Sie ein zweites Mal "Pause" drücken. Näheres finden Sie in den Details zum Befehl "Arabisch und Persisch schreiben".

 

4. Arabische, persische oder phonetische Tastenbelegung?

Sie können festlegen, wie die "richtige" Tastatur mit arabischen Buchstaben belegt sein soll; dabei haben Sie die Wahl zwischen drei Möglichkeiten.

 

Per Voreinstellung ist die phonetische Tastenbelegung aktiv ("phonetisch": Anordung nach dem Klang der arabischen Buchstaben), denn mit ihr ist das Schreiben am einfachsten, wenn man eine deutsche Tastatur vor sich hat und nicht lange herumraten will, wo denn nun welcher arabische Buchstabe zu finden ist. Für Persisch gilt das ebenso. Wie man sich die Position der Buchstaben mit nur wenigen simplen Regeln merken kann, lesen Sie im nächsten Punkt.

 

Die phonetische Tastenbelegung verwirrt allerdings mehr, als dass sie hilft, wenn Sie bereits an die Tastenbelegung einer typischen arabischen Tastatur gewöhnt sind oder sogar eine arabische Tastatur an Ihren Computer angeschlossen haben. Deshalb können Sie in den Optionen darauf umschalten. Wie die Buchstaben dann verteilt sind, können Sie im Anhang in einer Grafik sehen und bei Bedarf ausdrucken.

 

Die im Iran übliche persische Tastatur sieht noch einmal wieder anders aus. Auch die persische Tastenbelegung steht Ihnen deshalb zur Auswahl, und zwar in zwei Varianten: so, wie es nach Microsoft-Konventionen üblich ist, und so, wie es der ISIRI-Standard vorsieht. Auch hier finden Sie die Einstellungsmöglichkeiten in den Optionen - und die Grafiken im Anhang.

 

5. Wie man sich die Tastenbelegung ganz einfach merkt

Es macht wohl niemandem Freude, auswendig zu lernen, wo auf der deutschen Tastatur welcher arabische Buchstabe versteckt ist. Mit der phonetischen Tastenbelegung können Sie sich das sparen.

 

Regel 1 - Jeder Buchstabe ist da, wo man ihn vermuten würde.

Das Alif ist auf dem "a", das Ba auf dem "b", Ta ist "t" usw.

 

Regel 2 - Buchstaben mit "was drüber": Buchstabe + "Shift"

Shin ist also Shift + "s", Tha entsprechend Shift + "t", Ghain erscheint bei Shift + "g" (oder Shift-"r") usw. Das gilt im Übrigen nicht nur für diakritische Punkte. Das Ya finden Sie z.B. auf dem "i"; und wenn das Ya ein Hamza über sich trägt, ist das dann Shift + "i".

 

Regel 3 - Emphatische Buchstaben: Buchstabe + "Strg"

Also: Sad = Strg + "s", Dad = Strg + "d" ...

 

Regel 4 - Persische Buchstaben: Buchstabe + "Alt"

Also: Gaf = Alt + "g", Zhe = Alt + "z" ...

 

Das war's. Ein paar Buchstaben bleiben übrig: Die müssen Sie sich dann tatsächlich merken. Die Zahl ist aber überschaubar. Für's Arabische sind es genau sechs.

 

Cha ist auf dem "x". Warum? In der internationalen Lautschrift verwendet man [ x ] für diesen Laut.

Ta Marbuta ist auf dem "ö". Weil das ö irgendwie so aussieht.

'Ain ist auf dem "o".

 

Alif maqsura wird häufig gebraucht: Das "a" ist aber schon belegt, also Shift-"a".

Alif madda auf dem "ä": Denn das ä ist ein a mit etwas Strich-Ähnlichem darüber.

Ein freistehendes Hamza ist auf der "#"-Taste.

 

Im Persischen werden Sie folgende Tasten zusätzlich brauchen:

He mit Hamze ist auf Strg-Shift-h zu finden.

Das Trennzeichen, um Buchstaben unverbunden hintereinander zu schreiben, bekommen Sie durch Shift-Leertaste. Wenn Sie einen schmalen Abstand zwischen den Buchstaben haben wollen, benutzen Sie Strg-Shift-Leertaste.

 

Wenn Ihnen noch etwas fehlt oder Sie es gerade nicht finden: Im laufenden Betrieb schauen Sie am besten auf der Bildschirmtastatur nach. Wenn Sie mit der Maus über den entsprechenden Buchstaben gehen, erscheint nach einem Moment ein kleines Schildchen mit der Tastenkombination (wenn Sie das stört, können Sie das auch abschalten). Zu Anfang ist es vielleicht praktischer, sich die Liste mit allen Tastenkombinationen auszudrucken. Eine Auflistung der Regeln, die noch einige weitere Merkhilfen und Tipps umfasst - insbesondere für die Vokalisierungszeichen, aber auch für andere Sonderzeichen und die Steuerung der Tastatur -, finden Sie in einer gesonderten Zusammenstellung.

 

Wer wirklich schnell tippen will, für den gibt es zusätzliche "Schnelltipper-Tastenkombinationen". Nachteil: Sie entsprechen nicht den Regeln, man muss sie lernen. Vorteil: Man kommt ohne "Strg"-Taste aus, Shift genügt. Damit man sich beim Zehn-Finger-Schreiben nicht die Finger ausrenkt. Auch diese Tastenkombinationen werden auf den Hinweis-Schildchen der Bildschirmtastatur angezeigt.

 

Ein letzter Tipp: Der arabische Artikel al-.. ist auf dem "J". (Wenn Sie Arabica für Persisch verwenden, befindet sich auf dieser Taste das Zhe).

 

6. Arabische und persische Einfügungen in deutschen Texten

Arabische und deutsche Texte verhalten sich unterschiedlich, wenn ein Wort nicht mehr in die Zeile passt. In einem arabischen oder persischen Text wird ein Wort vom linken Ende der Zeile genommen und an den rechten Rand der Folgezeile verlegt (arabischer Zeilenumbruch). Im Deutschen muss es genau umgekehrt sein. Deshalb müssen Sie, wenn Sie in einem deutschen Text arbeiten und dort arabische Worte einfügen, den arabischen Zeilenumbruch abschalten.

Das können Sie in den Optionen tun. Auch die automatische rechtsbündige Textausrichtung sollten Sie dort deaktivieren - Ihre deutschen Absätze beginnen schließlich linksbündig.

 

Die Abschaltung des arabischen Zeilenumbruchs hat einen - gewissermaßen naturgegebenen - Haken: Wenn Ihre arabische oder persische Einfügung jetzt über den Zeilenrand schwappt, kommt sie durcheinander und steht auf dem Kopf. Das macht aber nichts. Wenn Sie den Absatz fertig geschrieben haben, markieren Sie den kopfstehenden arabischen Text und rufen den Befehl "Zeilenfolge umkehren" auf, der das Problem behebt. Wenn Sie häufiger in deutschen Texten Arabisch oder Persisch einfügen, sollten Sie sich kurz kundig machen und den Abschnitt "deutscher Zeilenumbruch" lesen.

 

7. Email auf Arabisch und Persisch

Diesem Thema ist ein eigener Abschnitt gewidmet, den Sie unbedingt lesen sollten, wenn Sie arabische oder persische Email verschicken wollen.

 

...und war das jetzt alles?

In dieser Kurzanleitung sind viele Dinge nur angerissen. Wenn Sie häufiger Arabisch bzw. Persisch schreiben, sollten Sie die anderen Einträge in diesem Kapitel der Dokumentation ebenfalls einmal ansehen. Worum es da geht, sehen Sie am schnellsten in der Übersicht.

 

Falls Sie nicht nur mit "richtigem" Arabisch, sondern auch mit Umschrift arbeiten, finden Sie Informationen in den Abschnitten "Arbeiten mit Umschrift" und "Umschrift in Arabisch konvertieren".

 

Zum Abschluss der folgende Tipp - ein sehr nützlicher. Rufen Sie im "Arabisch"-Menü doch einmal den Befehl "Optionen..." auf. Dort sehen Sie alles versammelt, was man in Arabica an- oder abschalten kann.

 

Selbst wenn Sie in den Optionen keine einzige der Voreinstellungen verändern: Es ist gut, sich dort einmal umgesehen zu haben. Früher oder später werden Sie irgendeine Funktion lieber anders haben wollen. Und dann ärgern Sie sich nicht, dass das nicht geht - sondern erinnern sich, wo man das einstellen kann.

 

 

Siehe auch

Befehl "Arabisch und Persisch schreiben"

Bildschirm-Tastatur: Layout

 

Arabischer Zeilenumbruch

Deutscher Zeilenumbruch

Nachträgliche Änderungen am Text

 

Email auf Arabisch und Persisch

 

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Tastaturbelegung: Liste

 

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